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Jin Shin Jyutsu

Jin Shin Jyutsu, PhysioPhilosophie
„Baustelle“ Dieser Text wird gerade überarbeitet. Die ersten vier Absätze sind schon neu… Stand 28. 02. 2017
JIN SHIN JYUTSU – PHYSIO-PHILOSOPHIE

Jin Shin Jyutsu ist zunächst einmal der Name, den der japanische Meister Jiro Murai jenem Etwas gab, mit dem er sich Anfang des 20. Jahrhunderts und im Alter von 26 Jahren von einer vermeintlich unheilbaren Krankheit befreite. Er widmete, so lesen wir, „den Rest seines Lebens der Erforschung dieser uralten Kunst“. Nur mit seinen Händen und bestimmten Handhaltungen hatte er gearbeitet und dabei etwas erfahren – ein Fließen, eine Harmonisierung – die ihm ein zeitloser Bestandteil des Menschseins zu sein schien und ihn an Dinge erinnerte, die er aus vergangen Zeiten gehört hatte.

Uralt ist allerdings weder der Name, den er selbst der Kunst erst gab – und zwar zunächst mit Schriftzeichen, die „Körper-Geist-Kunst“ bedeuten – noch die Methodik oder Vorgehensweise. Auch diese brachte erst er selbst über Jahre der Forschungsarbeit in die Form, in der sie heute vermittelt wird. Jin Shin Jyutsu, wie er es in den letzten Jahren seines Wirkens nach mehreren Namensänderungen wieder nannte, schrieb er nun mit Schriftzeichen, die sich mit „Kunst  des Schöpfers durch den wissenden, mitfühlenden Menschen“ übersetzen ließen. Dabei ist „Schöpfer“ eine sehr freie, fast gewagte Übersetzung. In „Shin“ liegt jedenfalls nicht das Bild eines Jemand, sondern eher eines Etwas.

„Kunst der Urlebendigkeit durch den spürenden und bewussten Menschen“ wäre eine andere mögliche Annäherung. Womit wir wieder beim Uralten sind: Uralt, dass Menschen spüren und innerlich darum wissen, dass alles, was zu ihrer vollständigen Harmonie vonnöten ist, im Menschen selber angelegt ist. Uralt ist, dass Menschen ihre Hände gebrauchen, um eine Energie, die nicht aus ihnen selber stammt, fließen zu lassen und so sich und anderen zu helfen. Uralt schließlich, den Zustand von Harmonie und Einklang, in den uns diese sanfte Arbeit mit der Lebensenergie im Körper führen kann, als angeboren und angestammt zu begreifen.

Wäre er ein Mensch aus dem Westen gewesen, so hätte Jiro Murai vermutlich für sich in Anspruch genommen, Jin Shin Jyutsu „erfunden“ oder entwickelt zu haben. Der asiatischen Tradition zumindest seiner Zeit entspricht es aber viel mehr, nach einer Linie zu suchen, in der man steht und darauf zu verweisen, dass dies schon Jahrhunderte lang da gewesen und nur verloren gegangen sei. So beschrieb es auch Jiro Murai. Für unser westliches Verständnis müssen wir aber klar hinzufügen, dass er weder in Aufzeichnungen noch in mündlicher Überlieferung vorgefunden hat, was er weitergab. Vielmehr hat er in eigenem Fasten und Meditieren die Verläufe der Energieströme im Körper gespürt, und auch seine Interpretation des Kojiki war durchaus seine eigene.

„Entstanden aus innerer Weisheit und von Generation zu Generation mündlich überliefert, dann weitgehend in Vergessenheit geraten, von ihm wiederentdeckt und neu belebt…“

Nachdem er durch Jin Shin Jyutsu von einer lebensbedrohenden Krankheit Heilung erfahren hatte, widmete Jiro Murai den Rest seines Lebens der Erforschung und Entwicklung von Jin Shin Jyutsu. Die Einsicht und die Erkenntnisse, die er sowohl aus dem Studium einer Reihe von Quellen wie z.B. des Kojiki (Buch der Alten Dinge), als auch aus persönlichen Erfahrungen gewonnen hatte, vermittelte er Mary Burmeister, die Jin Shin Jyutsu dann Mitte der fünfziger Jahre in die USA brachte. Anfang der sechziger Jahre begann Mary Burmeister die Kunst zu lehren, und heute sind es in den USA und auf der ganzen Welt Tausende, die Jin Shin Jyutsu studieren und ausüben.

Das Erlernen von Jin Shin Jyutsu führt uns zu Selbststudium und Selbsthilfe. Durch den Prozess des „mich selbst jetzt erkennen“ werden wir uns der Weisheit unseres Körpers bewusst und lernen, seine Botschaften zu verstehen und sie zu nutzen, um Balance wiederherzustellen. Jin Shin Jyutsu kann sowohl als Selbsthilfe angewendet werden, als auch durch einen ausgebildeten Praktiker. Eine Sitzung mit Jin Shin Jyutsu dauert im allgemeinen ungefähr eine Stunde. Jin Shin Jyutsu beinhaltet keine Massage, Manipulation von Muskeln, oder Verwendung von Medikamenten oder Substanzen. Es ist eine sanfte Kunst, die ausgeübt wird, indem man die Fingerspitzen (über der Kleidung) auf bestimmte „Sicherheits-Energieschlösser“ legt, um so den Fluss der Energie zu harmonisieren und wiederherzustellen. Dies unterstützt den Abbau von Stress und Spannungen, die sich in unserem gewöhnlichen täglichen Leben ansammeln. Sowohl für diejenigen von uns, die unter Stress oder Gesundheitsstörungen leiden, als auch für die, die ganz einfach aktiv zur Aufrechterhaltung von Gesundheit, Harmonie und Wohlbefinden beitragen möchten, ist die Kunst des Jin Shin Jyutsu eine einfache und kraftvolle Methode, die jedem zur Verfügung steht!

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Jin Shin Jyutsu, Die Kunst mich selbst zu erkennen, mir selbst zu helfen. Mary Burmeister

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Jinshinjyutsu, dt. „Menschlichkeit-Schöpfer-Kunst“

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Matthias Roth, belegt 1984 nach zwei Jahren täglicher Selbsthilfe seinen ersten Kurs bei Mary Burmeister.

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